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Lange schon hat der Wunsch, Piercerin zu werden, in mir Geschlummert. Früher hatte ich mir sämtliche Löcher selber mit einer heissen Nadel gestochen. Allesamt waren gelungen und mein Talent somit entdeckt. Es war mir durchaus klar, dass die Sache so nicht steril war. Durch den Blick auf die gesamten Völker und Stämme, die ihre Löcher ganz traditionell auf eine sehr primitive Art stechen, kann ich heute mit gutem Gewissen sagen, dass dies nicht ganz verkehrt war. Bei ihnen steht nicht der sterile Schmuck oder der glänzende Stein im Vordergrund, sondern ganz schlicht und einfach ihre Tradition. Fasziniert davon habe ich mich in die weit zurückreichende Geschichte des Piercens eingelesen, was wiederum meinen Wunsch, Piercerin zu werden, weiter ausgeprägt hat.

 

Bekanntlich gehen Wünsche ja selten in Erfüllung, so auch bei mir.

 

Die Geburt meiner Tochter hat alles andere in den Hintergrund gerückt, denn plötzlich war mir nichts anderes mehr wichtig als sie durch ihr Leben zu begleiten.

 

Die Sehnsucht nach Körperschmuck begleitete mich natürlich trotzdem weiterhin, wenn auch nur leise und schlummernd. Nach der Einschulung meiner Tochter bekam ich dann endlich die Möglichkeit meinen Wunsch wahr werden zu lassen. Diese Begeisterung überträgt sich natürlich auch auf den Kunden, der schlussendlich, gut beraten und mit sauber ausgeführter Arbeit unser Studio zufrieden wieder verlässt und sehr gerne wiederkommt.